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Hanni El Khatib - Moonlight

Moonlight

Hanni El Khatib wagt sich ins Moonlight, von Dämonen fehlt auf dem gleichnamigen Album trotzdem jede Spur. Stattdessen liefert er einen Soundtrack für alle, denen Form wichtiger als Inhalt ist.

"Head In The Dirt", Hanni El Khatibs Album von 2013, trug eindeutig die Handschrift von The-Black-Keys-Gitarrist Dan Auerbach. "Moonlight" ist die konsequente Fortsetzung dieses Ansatzes, allerdings unter anderen Vorzeichen. Diesmal hält El Khatib die Zügel vorwiegend selbst in der Hand, für den verwaschenen, Patina satten Sixties-Sound sorgt neben Drummer Ron Marinelli vor allem Soundengineer Sonny Di Perri. Gepaart mit El Khatibs natürlicher Lässigkeit ist dabei ein Album entstanden, das mit jedem Ton die kalifornische Sonne atmet. El Khatib flechtet immer wieder geschickt Versatzstücke aus Blues und Surf in seine Songs ein, oder borgt sich bestens abgehangene Hip-Hop-Beats aus. Unter den geschulten Augen des gelernten Designers El Khatib werden anschließend Ecken und Kanten soweit abgeschliffen bis ein Album übrig bleibt, das sich in jede Umgebung bestens einfügt. Dazu trägt auch El Khatibs überschaubarer Stimmumfang bei, der sich am liebsten in der eigenen Komfortzone bewegt. Es fehlt Drive und der Schmutz, über den "Head In The Dirt" verfügt. Andererseits hat "Moonlight" aufgrund seiner Zugänglichkeit und durch seine durchgestylte Oberfläche das Potential, sich langsam aber sicher zu einem musikalischen Pizzamesser zu entwickeln. Braucht eigentlich keiner, sieht aber gut aus und liegt locker in der Hand. "Moonlight" ist ergo der ideale Soundtrack zur zunehmenden Gestaltung aller Lebensbereiche nach den schönen Prinzipen des Designs - und für Apple-User unverzichtbar.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 7.0/12

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