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Hatebreed - The Divinity Of Purpose

The Divinity Of Purpose
  • VÖ: 25.01.2013
  • Label: Nuclear Blast/Warner
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 239

Die Mayas haben sich im Datum vertan. Das Ende kommt, aber gut einen Monat später als erwartet: Hatebreed kümmern sich persönlich darum. Überraschend ist das alles nicht.

Den meisten von uns war klar, was am 21. Dezember 2012 passieren würde: nichts. Ebenso klar war, was auf dem fünften Hatebreed-Studioalbum passiert: nichts neues. „Fist up, head high/ We own the fuckin’ world tonight“ – so einfach wie im Refrain von "Own Your World" kann das Leben sein. Wobei „leben“ für Hatebreed purer Luxus wäre, hier geht es ums nackte Überleben. Songtitel wie "Dead Man Breathing", das sich anfühlt wie ein eiskalter Hauch von Pro Pain im Nacken, "Honor Never Dies" oder "Before The Fight Ends You" sagen es, wie es in der Hölle von Hatebreed ist. Und wenn die Monsters of Mosh mit den neuen Songs auf Tour gehen, gilt: Wer bei "Put It To The Torch", "Indivisible" oder "The Language" mit Prellungen davonkommt, hat Glück gehabt oder ist zum Bierstand geflüchtet. Hatebreed selbst stehen oben und sehen dem Hauen und Treten zu. Dabei müssen sich die Gitarristen konzentrieren, denn bei aller Raserei schleichen sich auf "The Divinity Of Purpose" immer wieder melodische Bruchstücke ein. Die Band folgt dem Weg, den sie 2009 mit "Hatebreed" einschlug: rhythmischer Groove-Metal übertrumpft Hardcore-Punk, im Rahmen des brachialen Bandkontexts glimmen Fünkchen von Harmonie. Natürlich hinter der obligatorisch-apokalyptischen Gewitterfront aus Breakdowns, Ganggebrüll und einem Hagel von Moshparts – der perfekte Soundtrack für den Tanz der Testosteron-Tiere. Ob die Welt das braucht, nachdem sie gerade die Maya-Prophezeiung schadlos überstanden hat? Sie hätte sich auch ohne "The Divinity Of Purpose" weitergedreht.

Bewertung: 6/12
Leserbewertung: 6.3/12

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