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0 Autor: Sascha Krüger

James Iha - Look To The Sky

Look To The Sky

Fast 15 Jahre liegen zwischen dem letzten und dem neuen Soloalbum des ehemaligen Smashing-Pumpkins-Gitarristen. Viel passiert ist ihm anscheinend nicht.

"Look To The Sky" klingt wie die Fortführung von James Ihas 1998er Album "Let It Come Down". Das kann man mit Zeitlosigkeit begründen, die Iha mit seinen zweifellos gut komponierten, wenn auch sehr unaufgeregten Songs offensichtlich anstrebt. Oder man unterstellt ihm Stagnation und verweist darauf, dass man nach einer derart langen Zeit ruhig etwas mehr hätte erwarten dürfen. "Look To The Sky" bietet fast angestrengt unangestrengten Songwriter-Pop, mal dezent akustisch, häufig im fluffigen Bandgewand, vereinzelt elektronisch pluckernd oder fast penetrant auf Radiotauglichkeit gebürstet. Sicher: Die Melodien, die Iha eher lakonisch dahin haucht als sie tatsächlich heraus zu singen, bleiben sofort hängen; ob man sie aber auch nach dem 20. Hören noch hübsch oder doch eher banal finden wird, bleibt abzuwarten. Kunstvoll versteckt hat Iha obendrein eine beachtliche Liste an Gästen, darunter Karen O, Nina Persson, Musiker von Arcade Fire, Anthony And The Johnsons, Guided By Voices, Shudder To Think, The Lemonheads und sogar der legendäre Tom Verlaine von Television. In welcher Form sich all diese Leute eingebracht haben, lässt sich eher nur in Spurenelementen erkennen. So plätschert die erste Hälfte des Albums nett, aber fast unbemerkt dahin, bevor mit "Appetite" mal ein Stück tatsächlich aus dem Konfektionsrahmen fällt. Überhaupt bietet die zweite Hälfte mehr Spannung und die besseren Momente. Und doch bleibt letztlich der Eindruck: alles ganz schön schön hier – aber auch ein bisschen langweilig.

Bewertung: 5/12
Leserbewertung: 12.0/12

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