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0 Autor: Hauke Hackstein

Kaiser Chiefs - The Future Is Medieval

The Future Is Medieval

Wir sind sicher nicht die einzigen, die sich das fragen: Braucht die noch jemand? Und wohl ebenso wenig allein mit der Antwort.

Nein, Kaiser Chiefs, nein, nein, nein. Ihr meint es gut, schon klar. Und es tut auch ein bisschen weh, wie ihr nach eurer ersten Platte ins Abseits der New Wave Of British New Wave abgeschmiert seid. Wie die Leute auf den Indiepartys immer noch die Hits vom ersten Album mitgrölen. Wie Ruby auf den Ü30-Partys totgenudelt wird. Every Day I Love You Less And Less. Und dann diese Platte jetzt. Der Titel allein. The Future Is Medieval. Ach so. Aber gut, immerhin von Tony Visconti (David Bowie, Morrissey) produziert, wie das Info stolz berichtet. Dabei hat der nur an drei der 13 Songs mitgearbeitet. Die sind auch gar nicht so schlecht wie ihr Ruf nach diesen Zeilen, irgendwie wie die letzte Platte mit dunklen Augenrändern, Kajal, fettigen, zurückgekämmten Haaren. Der Rest ist schlicht egal und hat nichts von den spritzigen, übermütigen Melodien und dem unwiderstehlichen Drive von damals. Nicht mal stumpfes Hitpotential wie Ruby. Eine Band weiß nicht, wohin mit sich, kann nicht vor und nicht zurück. Und gibt das auch noch offen zu: „I’m only here trying to make a living/ I need another midnight idea/ 45 bottles lay abandoned and my discount disappeared/ Two lines written and one of them is my name/ I’m a long way from celebrating and it’s never gonna be the same“ singt Ricky Wilson in Long Way From Celebrating). Wäre er nicht so ein Schmachtlappen, man würde glatt aus Mitleid zum Kauf dieser Platte raten. Ja, fies. Denn dann würde auch noch der letzte (Ex-)Fan so enttäuscht rumgrummeln wie dieser hier.

Bewertung: 5/12
Leserbewertung: 8.5/12

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