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Omar Rodriguez-Lopez - Omar Rodriguez Lopez & John Frusciante

Omar Rodriguez Lopez & John Frusciante

Gemeinsame Soundstudien und Studioexperimente der beiden fleißigsten Soloalben-Veröffentlicher ihrer Generation. Zusammen sind sie jetzt bei 30.

Da stellt sich schon die Frage, auf wie viele Platten sie es aus dem Stand noch bringen könnten. Beispiel Omar Rodriguez Lopez & John Frusciante: Die Aufnahmen (von denen die Platte selbstverständlich nur einen Bruchteil berücksichtigt) lagen seit 2003 in der Schublade – von den Tracks 0=2 und 0 abgesehen, die bereits vor Längerem auf einer limitierten Vinyl-Single erschienen sind. Damals waren die beiden nach einer gemeinsamen Tour – Frusciante mit den Red Hot Chili Peppers, Rodriguez mit deren Support Act, seiner neuen Band The Mars Volta – ins Studio gegangen und hatten zwischen wabernden Synthies und melancholischen Gitarrenmelodien an ihrer Version von Krautrock für das 21. Jahrhundert gearbeitet. Das Ganze klingt in etwa wie die zweite Seite von Frusciantes Solodebüt Niandra LaDes in einer lateinamerikanischen Neuinterpretation: instrumental, geheimnisvoll, in seiner Skizzenartigkeit durchaus auch mal genial. Ähnlich fahrig, aber weniger fantasievoll fällt dagegen Sepulcros de Miel aus, die erste Platte des Omar Rodriguez-Lopez Quartet, das sich neben Rodriguez und Frusciante aus den Mars-Volta-Mitgliedern Juan Alderete und Omars Bruder Marcel zusammensetzt. Acht Nicht-Songs lang arbeiten sie sich an 70er-Jahre-Funk, Progrock light und Ozric-Tentacles-Gedächtnis-Keyboards ab. Eine Platte, deren Anfang man am Ende längst wieder vergessen hat. Beide Alben sind nach dem Radiohead-Prinzip als Downloads zum Wunschpreis ab $ 0,- über rodriguezlopezproductions.com erhältlich.

Bewertung: 8/12

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