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3 Autor: Roman Pitone

Therapy? - Crooked Timber

Crooked Timber

Therapy? sind zurück, und das Einzige, was bei "Crooked Timber" dauerhaft hängen bleibt, ist das Fragezeichen.

Der Anspruch, sich nicht wiederholen zu wollen, ist ja erst mal begrüßenswert und löblich. Nur schaffen es Andy Cairns und Michael McKeegan (Drummer Neil Cooper ist ja noch nicht so lange dabei) dann auch immer wieder, sich in ebendiesem Anspruch zu verlieren. Dabei herauskommen kann dann ein von Kritikern geliebtes und vom Erfolg ignoriertes Album wie "Suicide Pact – You First", oder aber auch eine schwierig einzuordnende Platte wie die vorliegende, "Crooked Timber". Das zwölfte Studioalbum der Nordiren ist ziemlich lärmig geraten, erinnert dabei aber gar nicht an die Anfangstage der Band. Die vielen Midtempo-Songs, die den Fokus auf rhythmische Finessen legen, erschweren einen Zugang zusätzlich. Die vorhandenen Stücke klingen insgesamt sehr ähnlich, sieht man einmal vom Titeltrack und "I Told You I Was Ill" ab, die hervorstechen. Und was sich Cairns und McKeegan beim 10-minütigen Instrumentalstück "Magic Mountain" gedacht haben, bleibt schleierhaft. Über nahezu die gesamte Spielzeit hinweg wechseln sich zwei Motive immer wieder ab, die für sich genommen bestenfalls als Intro getaugt hätten. Trösten kann man sich damit, dass die Chancen nicht schlecht stehen, dass das nächste Album wieder richtig gut wird – statistisch gesehen wäre es mal wieder Zeit.

Bewertung: 5/12
Leserbewertung: 10.2/12

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Kommentare (3)

Avatar von FritzeKnut FritzeKnut 12.12.2011 | 14:53

phantastisches Album, schrecklicherweise selten als solches gewürdigt

Avatar von NAUSEA NAUSEA 31.03.2015 | 11:40

Hinter gnarziger, vertrackter Oberfläche verbirgt sich großer, dunkler Pop, der allerdings, scheu und entrückt, erst gefunden werden will. Klingt wahrhaftig, und hat auch eine meditative Schlagseite, die in Magic Mountain am deutlichsten wird.

Avatar von fresssack fresssack 14.06.2017 | 23:58

Eine Platte wie ein Ameisenhaufen unter Dauerbeschuss. Anspruchsvoll, heftig brutal zuweilen und unberechenbar, bei jedem Hören erschließt sich neues. 5 von 12 ? 12/12! Troublegum-Niveau, auch wenn der Vergleich irgendwie hinkt...
Das unterbewerteste Album der Iren.

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