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0 Autor: Dirk Siepe

The Cranberries - Bury The Hatchet

Bury The Hatchet

Das Kriegsbeil begraben? Nö, als Friedensangebot taugt dieses unsägliche Album nun wirklich nicht.

Schon die ersten beiden Tracks "Animal Instinct" und "Loud And Clear" haben so gar nichts Animalisches, von Lautstärke ganz zu schweigen, sondern plätschern einfach nur völlig uninspiriert vor sich hin. Dolores O'Riordans prägnantes Organ verkümmert hier zum harmlosen Trällerstimmchen, was sogar noch mehr nervt, als wenn sie das Volumen ihrer Stimmbänder bis zum Maximum ausreizte. Das folgende "Promises", wohl mangels Alternativen als Single-Auskopplung gewählt, erreicht immerhin ansatzweise die Attribute, die einen guten Song auszeichnen. Aber gleich danach geht es mit den ruhigeren Nummern "You And Me" und "Just My Imagination" wieder volle Kraft voraus in Richtung seichtes Jammertal. Gut, ich war schon zu Zeiten des "Zombie"-Hypes der Meinung, dass diese Band gnadenlos überbewertet wurde, und den "No Need To Argue"-Nachfolger "To The Faithful Departed" von 1996 brauchten nur noch die wenigsten, aber das war alles noch Gold verglichen mit diesem Betroffenheits-Tralala. "Bury The Hatchet" eignet sich höchstens noch zur Begleituntermalung für intellektuelle Kuschelabende von Studienrats-Ehepaaren nahe der Pensionsgrenze.

Bewertung: 2/12

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