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0 Autor: Oliver Schröder

Vampire Weekend - dto.

dto.

Kosmopoliten im Partyrausch machen Manu Diao. Das Ergebnis: unpolitischer Indierock, so tanzbar wie völkerverbindend.

Je schwermütiger die Zeiten, desto leichtfüßiger die Musik. 1986 stolperte Paul Simon kopfüber in die Anti-Apartheid-Bewegung der 80er Jahre. Sein "Graceland"-Album integrierte Einflüsse aus den südafrikanischen Townships und stellte damit den amerikanischen Mainstream gehörig auf den Kopf. 22 Jahre später sind es nun Vampire Weekend, die in einer spannungsgeladenen politischen Zeit mit ihrem Konzept aus Weltmusik und State-of-the-art-Indierock voll ins Schwarze treffen. Mit simpler Lockerheit lassen sich die vier New Yorker wie ein Projekt von Johnny Borrell und Harry Belafonte klingen. Dass die Mischung aus kongolesischer Soukous-Musik, 60s-Riffs und 80s-Naivität auf Namen wie "Cape Cod Kwassa Kwassa" oder "A-Punk" hört, hat niemanden zu interessieren. Die Songs selbst spielen dieses Mal nicht die Hauptrolle. "Vampire Weekend" ist eine große Strandparty, bei der es egal ist, wie die Gäste aussehen. Hauptsache sie sind gut drauf. Der gewillte Weltbürger brauch sich nur noch diese Platte zu kaufen, um jetzt schon zu der Musik abzufeiern, die im Sommer ohnehin an jedem Festivalzelt zu hören sein wird.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 10.1/12

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