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1 Autor: Jörg Staude

Linkin Park - Minutes To Midnight

Minutes To Midnight

Sie versuchen sich aus dem Käfig zu befreien, den sie selbst von innen abgeschlossen haben. Mutig und schwierig, denn der Schlüssel zum Schloss passt nicht ganz.

In der Zeit zwischen Linkin Parks Debüt "Hybrid Theory" und "Minutes To Midnight" haben in den USA ganze Heerscharen Studenten das College verlassen, die in der Highschool noch Linkin Park hörten. Werden sie das auch sieben Jahre später im Berufsleben tun? Die Band glaubt es und hat deswegen ein erwachsenes Album aufgenommen, das im Grunde davon lebt, den Hörer zu überraschen. Wenn aber in der Rockdisco statt der gemäßigten Single "What I've Done" lieber der knallige Opener "Given Up" (der erste LP-Song mit einem "fuck") gewünscht wird, "weil die anderen Songs viel zu lahm sind", stellt sich die Frage, warum die Fans nicht mit ihrer Band wachsen wollen. Weil sie es nicht gewohnt sind, Songs wie "In Pieces" (fast Police) oder "No More Sorrow" (fast Metallica) zu hören? Weil Linkin Park zeigen wollen, dass sie mehr drauf haben als einen Song in verschiedenen Varianten zu schreiben? Vielleicht war es der Schritt zu viel, den sie mit "Meteora" zu wenig gemacht haben. Sie haben musikalisch viel richtig gemacht, werden aber mit dem hohen Anspruch an ihrem Blaupausen-Image scheitern.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 8.4/12

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Kommentare (1)

Avatar von RocknRolla RocknRolla 26.01.2009 | 18:10

Perlen wie "In Pieces" und "In Between" zeigen, dass Linkin Park musikalisch auch die ruhigen Seiten beherrschen.
Leider ist auch der ein oder andere Song darauf, der als Lückenfüller dient.

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