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0 Autor: Dirk Siepe

Monster Magnet - Powertrip

Powertrip

Vergleicht man dieses Album mit dem auf unserer CD enthaltenen Klassiker "Nod Scene", muß man sich erst mal damit abfinden, daß die "Spine Of God"-Zeiten endgültig vorbei sind.

Monsterhirn Dave Wyndorf hat im Studio die Fenster aufgerissen und den psychedelischen Nebel entweichen lassen, um mit klarem Kopf eine noch klarere Linie zu verfolgen. Und wenn man den nostalgischen Schmerz erst verwunden hat, wird man feststellen, daß diese Platte rockt, und das ganz gewaltig. Es sind beängstigend perfekte Monster Magnet-Songs im kompakten Fünf-Minuten-Rahmen, in denen ausuferndes Abtauchen und derbe Sound-Experimente zugunsten von noch mehr Melodie und akzentuierter Heavyness weichen mußten. Doch man findet schnell Trost, denn der Titel ist beileibe nicht übertrieben, und Wyndorf lebt immer noch nach der "Atomic Clock"; sein "Powertrip" ist weit davon entfernt, tagsüber im Radio gespielt zu werden. Nachdem man ihm früher gern nachsagte, daß sein Drogie-Image nur eine geschmacklose Pose sei, wird seiner Behauptung, jetzt fast schon straight zu leben, sicherlich niemand widersprechen wollen. Der Rausch wird jetzt nüchtern auf den Punkt gebracht, und er entsteht mit Hilfe legalen Adrenalins, ohne BTM-indizierte Gifte. Das sollte die Bundesprüfstelle zu folgendem Urteil bringen: FSK 16, aber nichtsdestotrotz ein Monster von Platte!

Leserbewertung: 10.5/12

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