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0 Autor: Florian Levenig

Grandaddy - Just Like The Fambly Cat

Just Like The Fambly Cat

Splish splash, tropfen die Tränen bei den Fans nach dem unwiderruflich letzten Album von Jason Lytle & Co. Sommer ade.

Als es dem New Musical Express Ende der Neunziger mal selber für ein paar Wochen zu öde wurde, sich ausschließlich mit den Frisuren von Musikern zu beschäftigen, da erklärten sie kurzerhand Bärte offiziell für cool. Rauschebärte! Im Falle von Grandaddy waren es neben dem Kinngestrüpp indes auch die Songs, die den NME derart begeisterten, dass er "Summer Here Kids" vom Debütalbum "Under The Western Freeway" zur Single der Woche kürte. Auf der neuen Platte "Just Like The Fambly Cat" heißt es dagegen ganz passend "Summer ...It´s Gone" – denn das vierte Album von Grandaddy ist das letzte. Heiße Jahreszeit ade. Wobei die Musik der fünf kalifornischen Hinterwäldler und mutmaßlichen Legastheniker ("The Sophtware Slump"; "Sumday") ja nie einen strahlend blauen Himmel mit kleinen Schäfchenwolken suggerierte, sondern ein dräuendes Firmament unmittelbar vor Ausbruch des Monsuns. Und weil der Abschied naht, wirken Indie-Pop-Preziosen wie "Elevate Myself" oder "Campershell Dreams" noch bittersüßer, als man das ohnehin schon von Sänger und Songschreiber Jason Lytle gewohnt war. Am herzzereißendsten ist das Intro, wo ein kleines, unschuldiges Mädchen nach dem Verbleib des Hauskätzchens fragt. Wie soll man der Kleinen nur erklären, dass der unberechenbare Stubentiger, der eigentlich nur kurz zum Mäuse jagen ums Eck wollte, für immer die Biege gemacht hat? Tragisch.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 11.0/12

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