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31.03.2015 | 12:19 0 Autor: Florian Zandt RSS Feed

Neuer Streaming-Dienst Tidal gestartet, exklusiver Content von The White Stripes, Arcade Fire, Daft Punk und mehr

News 22543Mit Nine Inch Nails-Frontmann Trent Reznor an der Spitze hat Beats Music schon letztes Jahr die Stimme der Künstler ins Streaming-Geschäft eingebracht. Einen Schritt weiter geht jetzt HipHop-Mogul Jay-Z mit seiner neuen Plattform Tidal - die neben dem Rapper enorme Star-Power aus allen erdenklichen Genres im Rücken hat.

Der größte Unterschied zu Spotify, Deezer und auch Beats Music, das mit Trent Reznor von Nine Inch Nails einen musikalischen Querdenker als Kreativchef an Bord hat: Tidal ist nahezu komplett im Besitz der teilnehmenden Künstler. In einem Interview mit Billboard erklärte Jay-Z, der den schwedischen Streaming-Dienst Aspiro vor knapp zwei Wochen aufgekauft und jetzt als Tidal neu gebrandet hat, dass alle 16 beteiligten Musiker einen Anteil von drei Prozent an der Firma hätten. Die restlichen 52 Prozent seien auf Jay-Z selbst, einen ungenannten Investoren und die beteiligten Labels aufgeteilt.

Eine derart direkte Beteiligung von Musikern - darunter Coldplays Chris Martin, Jack White, Arcade Fire, Kanye West und Daft Punk - an einem Streaming-Dienst kann als Premiere gewertet werden, was auch die Social-Media-Aktionen der Künstler erklärt. In zahlreichen Tweets und Facebook-Postings forderten die Musiker ihre Fans dazu auf, durch das Ändern ihres Profilbilds in ein hellblaues Quadrat mehr Aufmerksamkeit auf den Start des Dienstes zu lenken.

Das besondere an Tidal seien dabei die Playlisten, die von den Unternehmenseignern kuratiert werden und beispielsweise Best-ofs aus der Frühphase von Coldplay und Arcade Fire enthalten, die hohe Audio- und Video-Qualität des Angebots sowie die vorerst zum Launch exklusiven Inhalte, die sonst nirgendwo verfügbar sind. Zu letzteren zählen beispielsweise der Daft-Punk-Film "Electroma" von 2006 oder eine Aufzeichnung des allerersten Fernsehauftritts von Whites Bluesrock-Duo The White Stripes. Jay-Z hob während des Launch-Events die Rolle der Künstler besonders hervor: "Momentan schreiben die unsere Geschichte. Wir müssen unsere Geschichte aber selbst schreiben. Das hier ist das, was sich jeder gewünscht und jeder gefürchtet hat."

Momentan kann Tidal 30 Tage gratis getestet werden, danach werden für Audio und Video in Standardqualität 9,99 US-Dollar, für High-Fidelity-Content 19,99 US-Dollar pro Monat fällig.

Dass die Konkurrenz trotzdem nicht schläft, zeigt der neueste Zug von Konkurrent Spotify. Seit heute gibt es den Streaming-Dienst auch als App für PS3 und PS4. Besonders angenehm für Gamer: Lautstärke und Songauswahl sollen auch ohne das gerade laufende Spiel zu unterbrechen anpassbar sein.

Video: Teaser zum Tidal-Launch

Tweets: Arcade Fire, Third Man Records und Coldplay über Tidal

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