Den älteren als Mitglied der Elektro- und Industrialpioniere SPK und gern gesehener Throbbing Gristle-Gast, den jüngeren wohl, wenn überhaupt, als Sounddesigner für obskure Importstreifen und Videospiele bekannt, klingt die Lustmord-Kollaboration mit den Melvins eigentlich genau so, wie man sich das hätte vorstellen können: wie der typische Melvins-Bastard-Doom-Rock eben. Über weite Strecken ist jener von düsteren Ambient-Klanglandschaften durchbrochen, was besonders im 20-minütigen Titelstück des Öfteren für die Frage, wann’s denn mal losgeht, sorgt. Na, gar nicht eben! Hat man das überstanden, lauern in der zweiten Albumhälfte mit „Pink Rat“ und „Safety Third“ für Melvins-Verhältnisse schon überraschend eingängige Abgeh-Rocker, bei denen auch Tools Adam Jones an der zweiten Gitarre ein bisschen zur Geltung kommt. Darüber hinaus ist „The Bloated Pope“ so ziemlich das Rockdisco-tauglichste, was wir von King Buzzo & Co. in den letzten Jahren vor den Latz bekommen haben. Am spektakulärsten ist allerdings die nicht gerade benutzerfreundliche Produktion, die öfter mal ein bisschen wegrutscht, um dann mit überproportionaler Lautstärke wieder zurückzukehren.
Bewertung: 8/12
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