0 Autor: Jochen Schliemann

Pearl Jam - Live On Two Legs

Live On Two Legs

"Live On Two Legs" ist endlich mal kein Bootleg, sondern das Live-Album, auf das zumindest eingefleischte Pearl-Jam-Fans spätestens seit den zwei fulminanten Gastspielen der Band 1996 in Hamburg und Berlin sehnsüchtig warten.

Die sechzehn Songs wurden während der letzten Nordamerika-Tournee aufgezeichnet und stammen in gleichem Maße von allen fünf Studioalben. Sowohl neue Hits wie "Given To Fly", "Do The Evolution" und das wunderprächtige "Off He Goes" sind vertreten, als auch ältere Knaller wie "Even Flow", "Go" oder "Daughter". Die Halle singt bei "Elderly Woman Behind The Counter In A Small Town", "Better Man" und den überragenden "Black" und "Nothingman" aus vollem Halse mit, und auch sonst ist alles schön: Die Band beweist sich einmal mehr als Einheit, Stone Gossard und Mike McCready zeigen, wie gut sich zwei Gitarren ergänzen können, und Eddie Vedder singt immer noch um einiges besser als andere. Positiver Nebeneffekt: Durch ihr Auftauchen auf diesem Album wird dem Hörer die Klasse von Songs wie "Hail, Hail", "Red Mosquito" oder dem Opener "Corduroy" noch einmal eindringlich bewusst gemacht. Natürlich darf auch das abschließende Neil Young-Cover "F*!#in' Up" nicht fehlen. Schönes Weihnachtsgeschenk, das in begüterten Haushalten auch um das weniger nötige PJ-Foto-Buch sowie das von Cameron Crowe produzierte, für Fans kaum verzichtbare Home-Video "Single Video Theory", das neben einer Dreiviertelstunde Interviews auch die Studio-Sessions zu "Yield" enthält, ergänzt werden kann.

Leserbewertung: 8.0/12

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