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Dredg - Chuckles And Mr. Squeezy

Chuckles And Mr. Squeezy

"Chuckles And Mr. Squeezy" hat bei Ankunft in der Redaktion für Reaktionen von Erstaunen bis Entsetzen gesorgt - und auch nach dem zehnten Anlauf kapitulieren viele von uns vor dieser Platte. Keine Band wirft momentan so viele Fragen auf. Zeit für einen Acht-Ohren-Test.

Wenn ich die neue Dredg-Platte höre – und das mache ich inzwischen öfter, als ich anfangs dachte – höre ich zuerst "Kalathat". Nach zwei Minuten öffnet sich diese kleine Akustikgitarren-Nummer dank der typischen Dredg-Slide-Gitarre in einen größeren Klangraum und ist – ja: schön. Dann kommt meist "The Thought Of Losing You", das ich inzwischen für eine grandiose Version der neuen Dredg halte, dann die smarte Rocknummer "Upon Returning". Das passiert, wenn man diese Platte zumindest halbwegs unvoreingenommen hört. Und vielleicht ist das sogar möglich...
9/12 Jochen Schliemann

Ehrlich gesagt: Schon das letzte Dredg-Album war nicht mehr das Wahre – "The Pariah..." hätte keinen Fan aus mir gemacht. Die Wucht von "Leitmotif", das Entrückte von "El Cielo", die Hit-Dichte von "Catch Without Arms": "The Pariah..." konnte alles ein bisschen, aber nichts wirklich besser. Irgendwie ein fauler Kompromiss, dachte ich damals. Heute denke ich: War alles gar nicht so schlimm. Denn erst jetzt ist es richtig schlimm gekommen. Das neue Dredg-Album relativiert das letzte. Dredg haben die Platte aufgenommen, die sie ihre Karriere kosten kann – und man würde sich wünschen, dass sie das Risiko wenigstens bewusst eingegangen wären...
4/12 Dennis Plauk

Die kompletten vier Rezensionen zu "Chuckles And Mr. Squeezy" und das große Interview zu Dredgs polarisierendem Album - Jochen Schliemann hat die Band und Produzent Dan The Automator in ihrer Heimat San Francisco besucht - lest ihr in VISIONS 218, ab morgen am Kiosk.

Leserbewertung: 5.0/12

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Kommentare (4)

Avatar von Trom Trom 28.04.2011 | 01:26

Ja es ist anders als alles, was ich bisher von dieser Band gewohnt war. Aber wenn ich ehrlich bin, ist es genau das, was ich so gut finde. Mit jeder Platte erschließen Dredg neue Klangwelten. Klangwelten, die sich mir so noch nicht geöffnet hatten.
Dredg verlangt viel von seinen Fans, wenn sie erwarten, dass jeder diesen Weg mitgeht. Sie haben als eine der wenigen modernen und auch grandiosen Bands den Mut, sich immer wieder neu zu erfinden und dem Auditorium somit jedes mal eine andere Band zu präsentieren. Das passt nicht in diese Zeit, in der andere Bands Album für Album sehr ähnliche Musik veröffentlichen. Das heißt nicht, dass diese Bands schlechte Musik machen, aber sie sind für mich auch nicht sonderlich Kreativ sondern eher Erfolgsorientiert.
Nach der letzten Platte wurde Dredg bereits vorgeworfen total Pop zu sein und sich zu verkaufen. Aber spätestens mit Chuckles and Mr.Squeezy zeigen sie all diesen Kritikern, dass es ihnen einzig um die Kunst und nicht um den kommerziellen Erfolg geht.

Sie öffnen neue Wege. Eben das ist es, wofür Dredg von Beginn an steht. Nur so lässt sich auch eine Entwicklung von den Hardcore EPs Orph und Concious zu dem Meisterwerk El Cielo erklären. Auch die beiden Nachfolger passen in diese Schema. Dredg beschreitet mit jeder Veröffentlichung neue Wege. Dafür stehen die Jungs bereits mit Ihrem Namen.
Ich denke und hoffe das Dredg diesen Weg weitergeht und mich mit jedem Album aufs neue überrascht. Genug Potential und Kreativität besitzen die vier Jungs alle mal. Das beweißen sie immer wieder.

Ich denke, wir alle sollten so fair sein, die Musik zu beurteilen und nicht den Weg den diese Band geht. Der Weg gefällt mir nicht, aber musikalisch ist es für mich jetzt schon interessanter und vielschichtiger als die letzten beiden Platten und als viele aktuelle Veröffentlichungen.

Da sich die Musik dieser Band auch noch nie beim ersten oder zweiten mal hören vollständig entfalten hat, tuen wir alle gut daran uns noch ein wenig mit dem Album zu befassen, bevor wir es zerreißen.

Eine weit überdurchschnittliche Veröffentlichung einer Band, die jedes mal aufs neue beweißt, wie gut sie sind. Ich freue mich auf die Tour. Danke Dredg

Avatar von Go Ahead Eagle Go Ahead Eagle 28.04.2011 | 21:52

Oben links steht 18.02.2011.
Heißt das, der Artikel wurde vor über zwei Monaten verfasst, oder was hat das Datum zu bedeuten?

Avatar von visions-matthias visions-matthias 29.04.2011 | 10:34

das hat nichts mit dem artikel zu tun, sondern mit dem tag, an dem wir die platte auf visions.de (ohne artikel) angelegt haben. also eine ziemlich unnötige information, die wir dann mal entfernen werden :)

Avatar von Powder To The People Powder To The People 01.05.2011 | 04:51

Die Platte ist einfach Scheisse! Weiterentwicklung immer willkommen, aber die Lieder sind schlecht. Und daran kann man soviel versuchen schönzuhören bzw. -reden wie man will.

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