Gut, das dachte man bislang bei jedem seiner Alben – doch Maximilian Hecker schmeckt das ja gar nicht. Er fühlte sich zuletzt gefangen in einem Netz aus eigenen und äußeren Erwartungen. Erst eine japanische Prostituierte und stundenlange Gesangsmeditationen in Fußgängerzonen brachten ihn zu sich zurück. Dann kam diese Platte: entstanden häufig nur mit einem Raummikro in seinem Wohnzimmer, mit spontan improvisierten Texten und Melodien, ohne jeden Schickschnack – und damit mehr Hecker denn je. Man spürt tatsächlich in jedem Ton, wie sehr ihm diese 13 Songs am Herzen lagen. Damit gelingt Hecker mit einer einfach gehaltenen, direkten Platte ein großes Kunststück: Er berührt. Bis hinein in die letzten Synapsen.
Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 11.0/12
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