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Iwrestledabearonce Ruining It For Everybody

VÖ: 22.07.2011 | Label: Century Media/EMI
Text: Martin Iordanidis
8 / 12
Iwrestledabearonce - Ruining It For Everybody

Ihre Aufsässigkeit steckt wie ein Dorn im Albumtitel. Wo einmal Metal, Grindcore, Jazz und Electro wuchsen, planieren Iwrestledabearonce das Feld mit der Kunst der Dekonstruktion.

Was sonst nur kleine Kindergeburtstagterroristen zu hören bekommen, ist für Iwrestledabearonce ein Gütesiegel: Erwartungen und Konventionen, seien sie auch aus dem Bereich extremer Musik, sind der natürliche Feind dieser Band. Dem kleinen Racker Chaoscore fügen Iwrestledabearonce aus Louisiana ein paar schöne blaue Flecken hinzu, auch wenn Norma Jean, Protest The Hero und die Architects diesen stilistischen Gumbo schon schärfer gewürzt haben. Die schönste Art der Verneinung zeigen Iwrestledabearonce immer dort, wo gar keine harten Genre-Trümmer recycelt werden. Dann macht Vokalistin Krysta Cameron mal Pause mit den Grind-Grunts und klingt, als parodiere sie mit einem Pokerface die lustigen Seiten von Nightwish. Auch in Break It Down Camacho gestattet sich Frau Ladykracher eine liebliche Note zwischen den giftgrünen Ausdünstungen des Mathcore. “This Head Music Makes My Eyes Rain” ginge als B-Seite von Björk durch und nur ganz weit weg darf dazu eine Postrock-Gitarre schrammeln. Das zweite Ordnungsprinzip im kompromisslosen Getümmel aus Takten und Schrägen sind die elektronischen Elemente. Das simple gestrickte “I’m Gonna Shoot” schlachtet die letzte heilige Kuh des Math und flirtet mit Pop- und Funk-Rhythmen. Der Gefahrgut-Aufkleber gehört trotzdem auf “Ruining It For Everybody”, denn zur Ruhe kommen Iwrestledabearonce niemals. Nicht auszudenken, wenn ihr absurder Sound auch noch ideologische Härte statt Humor mitbrächte. Songtitel wie “Deodorant Can’t Fix Ugly” sollte man auf T-Shirts spazieren tragen.

Über 70 weitere Rezensionen findet ihr in VISIONS 221 – ab dem 27. Juli am Kiosk.

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