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Hong Faux The Crown That Wears The Head

VÖ: 26.10.2012 | Label: Pristine/Alive
Text: Stefan Layh
6 / 12
Hong Faux - The Crown That Wears The Head

Zweideutigkeiten? Nicht mit Hong Faux. Hinter dem Albumcover, das den Titel eins zu eins umsetzt, tönt ein unmissverständliches Statement in Sachen Stoner und Grunge.

Warum auf Fragen warten, wenn man die klärenden Antworten eh parat hat? Hong Faux fiel kein schlüssiger Grund ein. Also werfen die Schweden bei “Present Tenseless”, dem krachenden Kavalierstart in ihr Debüt, mit bollernden Riffs um sich, als gäbe es weder ein Morgen noch weitere Songs. Von letzteren folgen auf “The Crown That Wears The Head” dann aber trotzdem sieben Stück, die den ersten Eindruck weitgehend bestätigen: Diese Band vernietet Stoner mit Sludge und Fuzz mit Grunge zu einem schubkräftigen Tieflader, der sich von seinem Weg nur in Ausnahmesituationen abbringen lässt. Eine solche heißt “Feign Death To Stay Alive” und drängelt penetrant ins Radioprogramm, weil Hong Faux hier mit Nachhall und Melodramatik doppelt dick auftragen. Beides macht den heimlichen Titelsong, der das Wortspielchen aus dem Albumnamen aufgreift, eine Spur zu käsig. Erdiger und deutlich überzeugender sind das auf eine schnelle Entscheidung drängende Deathmatch oder das schwer schlurfende “Bad City Blues”, dessen Maschine auch im niedrigsten Drehzahlenbereich nie abzusaufen droht. Hier ähneln Hong Faux ihren Landsleuten Mustasch, wobei sie Ralf Gyllenhammars heulende IanAstbury-Gedächtnis-Stimme durch hellere Töne ersetzen. Mit Mustasch teilen Hong Faux auch ein Faible für schlichte Metaphern und bei aller Tonnenlast leicht nachvollziehbare Songaufbauten. Eine fragile Halbballade wie “Sparrow Hills”, bei der feindrahtiges Gitarrengeplänkel an einem Soundwall zerschellt, würde Mustasch so eher nicht einfallen.

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