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Dan Mangan Nice, Nice, Very Nice

VÖ: 05.11.2010 | Label: Arts & Crafts/Alive
Text: Oliver Uschmann
8 / 12
Dan Mangan - Nice, Nice, Very Nice

Was für eine Stimme. Volumen ohne Anstrengung. Präsenz ohne Bohei. Schmelz und Geist. Diese steile Singer/Songwriter-Karriere ist kein Zufall.

2009 war Dan Mangans Jahr. “Robots” ein Hit im kanadischen Radio, Preise und Ehrungen, Hallen statt Bars, Plattenvertrag und Auftritte in Dubai sowie auf der John Peel Stage des Glastonbury Festivals. Alles in einem Jahr, nach fünf harten Vorgängerjahren des weltweiten Getingels mit dem kleinen Debüt. Manch ein Singer/Songwriter, der sich ebenso wie dieser Mann aus Vancouver jahrelang allein durch die Kneipen malochte, mag sich neiderfüllt fragen: “Was hat Mangan, was ich nicht habe?” Und muss sich eingestehen: Eine echte Stimme. Keinen Notbehelf. Eine Stimme, die den Raum ausfüllt wie ein mächtiger, guter Geist. Sonor, voll und rund, kratzig und seelenvoll, männlich im besten Sinne des Wortes und in ganz seltener Weise voller Wucht, ohne dafür drücken zu müssen. “Don’t push!”, sagen die Schauspieltrainer. Mangan pusht nie. Er erzählt Geschichten von lyrischer Kunstfertigkeit und feinem Humor. Ironie ist bei ihm keine kalte Distanzübung, sondern ein Steigbügel, um auf die Meta-Ebene zu kommen, die eigene Rolle zu reflektieren und beim Entfalten berührender, aber stilvoll zurückgenommener Melodien souverän mit dem Musikersein zu spielen. Es macht schlichtweg Freude, einem Song wie “Tina’s Glorious Comeback” Wort für Wort zuzuhören. Freude, nicht Spaß, das ist ein Unterschied. Ein kluger, lebensweiser Entwurf von Folk, der auf dem Label von Stars, Feist und Broken Social Scene bestens aufgehoben ist, seine naturgegebene Größe aber auch auf selbst kopierten Tapes entfalten würde.

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