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Cuba Missouri Things I Wish I Had Not Called Just Things

VÖ: 18.05.2007 | Label: Makemyday/Alive
Text: Dennis Plauk
8 / 12

Nicht erst neuerdings knurrt dem deutschen Gitarrenrock der Magen nach Früher. So steckt der uns noch an…

Im Grunde ist es zu früh für die 90er. Musikgeschichte wiederholt sich, aber selten tut sie es in kleinen Zyklen. Nu Metal, irgendwer? TripHop, Bigbeat? Bloodhound-Gang-Humor? Wir sehen: Übersättigung hält vor. Manchmal für ein Leben. Bloß der olle Indie hat schon wieder Hunger. Mitt-90er-Gitarrenrock-nach-deutscher-Spielart-Hunger. Blunoise-Soundästhetik-Hunger. “Schafft mir einen Ebelhäuser her!” Hier also kommt Kurt und nimmt Cuba Missouri aus Münster-Osnabrück das zweite Album ab. Das genauso gut ist, wie das erste. So einfach ist das. Ein warmes, dunkles Plätzchen für Melancholie oder Ekstase ist “Things I Wish I Had Not Called Just Things”. Ein Album, das sich losreißt, wenn es sich in Lethargie verfängt, und umgekehrt. So geht Auf-und-ab-Musik, das volle Indierock-Kontrastprogramm zwischen frühen Pendikel und späten Blackmail. Mitunter regungslos liegen die Songs da, ein Piano tröpfelt hinein, ein gedämpfter Beat pocht heraus – und wie aus dem Nichts türmt sich die nächste Gitarrenwand vor einem auf. Hallo Kollision. Man könnte sagen, man kann sich herrlich stoßen an Cuba-Missouri-Songs, denn darauf legen sie es an. Auf die Hartnäckigkeit des Hörers, sie zu knacken, der Schroffheit Schönheit zu entlocken. Kostet Kraft, lohnt sie. Andere Bands machen es einem leichter. Die kann man dann ja zum Grillen auflegen.

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