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Chvrches The Bones Of What You Believe

VÖ: 20.09.2013 | Label: Vertigo/Universal
Text: Britta Helm
9 / 12
Chvrches - The Bones Of What You Believe

Was geht uns top produzierter Synthpop mit viel fröhlichem Liebeskitsch an? Fragt doch den Typen von Aereogramme.

Bis 2007 war Iain Cook bei den schottischen Deprirockern für Gitarre und Knöpfchengefummel zuständig, dann lösten sie sich auf und Cook gründete zusammen mit Sänger und Gitarrist Craig B. die angenehm langweiligen The Unwinding Hours. Dass er außerdem bereits an seinem großen Durchbruch in den Pop arbeitete, hielt er zunächst geheim. Seine Verbündeten bei Chvrches sind Martin Doherty, der als Keyboarder mit The Twilight Sad auf der Bühne stand, und Multiinstrumentalistin Lauren Mayberry, die für den skandinavisch triumphalen Gesang und die Katzenaugen zuständig ist. Dass die Synthpop-Hymnen, die die drei Schotten mit dem extra suchmaschinenfreundlichen Namen schaffen, so unverschämt eingängig wie klug sind, liegt also eventuell an ihrer gesammelten Credibility, vor allem aber an einem Talent fürs Songschreiben, das in dieser Form noch keiner von ihnen rausgelassen hat. Wer das jüngste Tegan-And-Sara-Album immer noch pikiert zur Seite schiebt, wird auch “The Bones Of What You Believe” für kommerziellen Mist halten; minimal offenere Musikhörer kommen um die pochenden Rhythmen und die Keyboardlandschaften nicht herum. Wenn die Drums doch einmal vertrackter werden, es dahinter samplet und dröhnt, klingt Mayberry umso süßer, die 80er sind nur ein Einfluss von vielen, nie rutschen Chvrches komplett in Düsternis oder Kitsch ab. Dass die Texte von Liebe und Kummer handeln, hört man am vielen Herz, das in den Songs steckt, nicht aber aus den erbaulichen Refrains heraus. Und dass ein Song “Science/Visions” heißt, nehmen wir mal als Anstoß. Jemand an einem Ableger interessiert?

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