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Akela Orientation

VÖ: 14.01.2011 | Label: Midsummer/Cargo
Text: Arne Jamelle
7 / 12

Passend zum Start ins neue Jahr stellen Akela mit Orientation den Gefühlswegweiser für Hartgesottene.

Tieftönende Gitarren, die Soundwände oft dissonant; versprengte Melodien, die versuchen durchzudringen, haben nur selten Erfolg. Dafür sorgt eine schwebende Postrock-Leadgitarre im Hintergrund für eine konstante melancholische Färbung: “Orientation” ist eine klare Hinwendung zur dunklen Seite der Macht. Auch wenn phasenweise eine Nähe zu atmosphärischen Postmetalbands wie Minsk und Isis erkennbar ist, verfolgen Akela auf ihrem Debüt einen anderen Ansatz, der weitaus weniger auf Riffs und Hooklines basiert und die epische Komponente jener Bands ausspart. Eher erinnert “Orientation” an noiselastigen Post-Hardcore der 90er, Breach oder Will Haven, und die erwachsene Spielart von Screamo. Trotz ihrer Wurzeln im modernen Hardcore gehen Akela vergleichsweise unkompliziert vor, sind um einen stetigen Fluss und einheitliche Tempi bemüht. Der Opener “Maps” gibt es vor: Akela sind im Midtempo zu Hause, Abweichungen finden eher nach unten statt. Vier Tracks, namentlich unterteilt in die Himmelsrichtungen in Korrespondenz mit je einer Emotion, sind instrumentale Überleitungen zu den anschließenden Songs. “A Small Stage In A Cosmic Arena” wagt ein wenig mehr Zerrüttung und zieht das Tempo zwischendurch an, “The Alarmist” ist anfangs beinahe Punk, bricht kurz zusammen und öffnet sich schließlich für großes Pathos – ein klarer Höhepunkt der Platte. Die seltenen ruhigen Momente auf Orientation und der vereinzelt cleane Gesang stoßen im Kontext zwar auf, wollen sich nicht direkt einfügen, doch die spürbare Leidenschaft und die DIY-Herangehensweise Akelas verwandeln versteinerte Herzen schnell in brodelnde Lava.

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