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UNKLE - Psyence Fiction

Psyence Fiction

Mit diesem Album hat James Lavelle einen Treffer im Kasten, der für sein ‘Mo Wax’-Label einen guten Schritt vorwärts bedeuten dürfte. „Psyence Fiction“ entstand in unzählig vielen kleinen Schritten und Studio-Sessions, während derer sich Gäste wie u.a. Richard Ashcroft, Thom Yorke und Alison Temple die Klinke in die Hand gaben. Beastie Boy Mike D., der es nicht schaffte, persönlich vorbeizukommen, schickte ein Tape mit seinen Vocals. Lavelle und sein ‘Mo Wax’-Intimus DJ Shadow (zusammen UNKLE) zeichneten für die Produktion verantwortlich, letzterer schrieb in Zusammenarbeit mit den von Song zu Song wechselnden Vokalisten auch einen Großteil der Musik. Wer bei derartigem Namedropping jetzt ein ungutes Gefühl bekommt und das Kommerz-Lämpchen blinken sieht, darf sich aber gleich wieder abregen: Zum einen enthält „Psyence Fiction“ noch genügend Soundexperimente und Beat-Tüfteleien mit typischer ‘Mo Wax’-Handschrift, und zeigt zum anderen, daß man in diesem Hause aber auch durchaus dazu in der Lage ist, großformatig arrangierte Songs zu produzieren. Das zum Losheulen schöne „Lonely Soul“, die Kooperation mit Ashcroft, ist der wohl gelungenste Beweis dafür, und auch der ewig traurige Yorke sorgt mit „Rabbit In Your Headlights“ für einen rührenden Moment. Für eine solche Platte sind Lavelle und Shadow die Einnahmen, welche den ‘Mo Wax’-Standard wohl um einiges übertreffen dürften, gerne gegönnt - zumal sie wohl ohnehin wieder für die Veröffentlichung knispeliger Elektronik-Maxis mit Minimal-Verkaufserwartung investiert werden.

Leserbewertung: 9.0/12

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