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0 Autor: Thomas Baumann

Crowbar - Odd Fellows Rest

Odd Fellows Rest

Wenn ich mir 1998 überhaupt noch neues Metall anhören kann, dann muß es schon Attribute wie „Odd Fellows Rest“ besitzen: Jeder Song ein rohes Schnitzel, das von breitleibigen Metzgern mit den Fäusten beklopft wird - das ist Crowbar im Studio. Das Info gibt sich schlaumeierisch: „Crowbar sind eine Band, die man nicht leicht nehmen sollte.“ Korrekt beobachtet. Ebenso kommentieren Beavis & Butthead zutreffend: „Body-Building-Musik für Leute, die fett werden wollen!“ Spaß beiseite: Ich erinnere mich noch gut an ein Interview mit Kirk Windstein, der rein stimmlich so leicht zu verstehen war wie eine Bohrmaschine, und dies ist schließlich auch sein Hauptjob am Mikro der Schweinerocker aus New Orleans. Und letztlich hat es keine andere Band in den vergangenen Jahren geschafft, den Doom in eine modernere Richtung zu lenken und dem Gitarrenbratfett noch ein feistes Sahnehäubchen aufzusetzen. Das ist eigentlich schon alles, aber wer’s mag, wird nach den zwölf gezerrten Krachern auf „Odd Fellows Rest“ tief durchatmen - und die Platte nochmal hören.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 8.5/12

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