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0 Autor: André Boße

The Shins - Chutes Too Narrow

Chutes Too Narrow

Zweites Album des US-Quartetts mit einem unglaublichen Gespür für quirligen, melodieverliebten Power-Pop.

Es war nicht anders zu erwarten: Auch mit ihrer zweiten Platte hauen uns The Shins aus der wunderbaren Ortschaft Albuquerque in New Mexico die Hits um die Ohren, als sei es ein Kinderspiel, zehn Mal in rund drei Minuten alles richtig zu machen. Das ist ihnen schon auf dem Debüt "Oh, Inverted World" vor gut zwei Jahren gelungen, und "Chutes Too Narrow" erreicht spielend das gleiche Niveau, ohne sich als eigenständige Songsammlung zu verleugnen. Diese herrliche Pop-Polterei des Erstlings taucht hier nur noch dezent auf, ohne an Schwung verloren zu haben, sind The Shins runder geworden. Der Gesang ist näher am Ohr, die Gitarren klingen konzentrierter, das Tempo wird öfter gedrosselt. Aber das sind nur Nuancen, denn die Dichte an Volltreffern ist es, die letztendlich beide Platten verbindet. "Turn A Square" hätte auch Rivers Cuomo einfallen können, nur, dass der Weezer-Kopf elektrische statt akustische Gitarren genommen hätte. "Kissing The Lipless" und "Saint Simon" sind grandiose Beispiele, dass 60s-Harmonien noch immer zünden können. Und "Fighting In A Sack" ist Schrammel-Pop, wie man ihn in dieser melodischen Brillanz und gesunden Hektik Anfang der 80er Jahre mal von der unterschätzten Studenten-Combo The Feelies gehört hat. So schwärmt man also vor sich hin und hört erst auf, wenn nach 33 enorm kurzweiligen Minuten der Spaß fürs erste ein Ende hat. Also noch mal von vorne: This record is a repeater.

Bewertung: 10/12
Leserbewertung: 10.3/12

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