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0 Autor: Jens Mayer

Hundred Reasons - Shatterproof Is Not A Challenge

Shatterproof Is Not A Challenge

Das zweite Album der englischen Emo/Rock-Durchstarter bietet nur auf den ersten Blick eine einfache Fortsetzung des erfolgreichen Debüts.

Zunächst erscheint auf "Shatterproof Is Not A Challenge" alles vertraut: Ein duzend Stücke in knapp 40 Minuten, das macht abermals 3:25 Minuten für den kompakten Rock-Song. Erneut vom großartigen Dave Sardy (Soulwax, Far, Jet) produziert, beginnt der Nachfolger zu "Ideas Above Our Station" mit dem tight-rockenden Opener "Savanna" erwartungsgemäß und geht mit "Stories With Unhappy Endings" und "What You Get" in die Vollen. Hier werden zwei eingängig-melodische Clubhits abgeliefert, wie man sie sich im besten Falle erhoffen konnte. Nach der schnellen, kurzen, ersten Single "The Great Test" läutet die Band mit "Harmony" allerdings ein neues Kapitel ihres musikalischen Repertoires ein. Dies erinnert angenehm an Pop im besten Jimmy Eat World-Sinne, münden hier doch die ruhigen Strophen in hymnische, mehrstimmige Refrains, die man nach mehrmaligem Hören nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Ob "My Sympathy" , "Pop" oder "Still Be Here", Hundred Reasons rocken nun nicht mehr nur straight nach vorne, sondern nutzen die dreieinhalb Minuten mit Hilfe einer schwebenden Instrumentierung, um sehr breitwandig zu klingen. Freunde des ersten Albums mögen zunächst verdutzt oder gar enttäuscht sein, in den letzten zwei Dritteln des Zweitwerks keine Rock-Hits à la "If I Could" oder "I'll Find You" mehr vorzufinden, doch dafür erweitern die neuen Songs das musikalische Spektrum der Band um eine ruhigere, nichtsdestotrotz aber spannende Facette.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 8.0/12

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