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0 Autor: Ralph Buchbender

KISS - Psycho Circus

Psycho Circus

Über die Bedeutung von Kiss in den Achtzigern kann man sich fast nur mit deutschen Fans streiten, tatsächlich war ihre Uhr aber schon 1978 nach „Alive II" abgelaufen. Denn seit „Love Gun" 1977 bewegten sich Simmons & Co. musikalisch mehr hinterher denn vorneweg. Das ganze Reunion-Live-Spektakel Mitte der Neunziger war zwar eine ganz nette Show-Einlage, zeigte aber einmal mehr, daß aufregender Rock mit Kiss nicht mehr zu machen ist. Und so gerät ihr neues Machwerk „Psycho Circus" denn auch zum Armutszeugnis. Hinter welchem Ofen will man denn noch Fans mit Songs wie „I Pledge Allegance To The State Of Rock & Roll" hervorlocken? Die neue Poser-Rock-Generation, die sich Kiss als Inspiration auf ihre Fahnen heften, hat ihre Idole längst zweifach überrundet. Bands wie den Hellacopters, Gluecifer oder Turbonegro gehört die Zukunft des Rock’n’Roll, Kiss demontieren sich mit Platten wie „Psycho Circus" nur selbst. An die glorreichen Siebziger können sie zu keiner Phase des Albums anknüpfen, hier und da findet sich mal ein Song, der auch auf „Animalize" (‘84) oder „Lick It Up" (‘83) Platz hätte finden können. Aber da war, wie bereits gesagt, ihre beste Zeit auch schon vorbei... Ärgerliche Platte.

Bewertung: 1/12

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