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0 Autor: Alexandra Brandt

Buzzcocks - Buzzcocks

Buzzcocks

Hier ist der Beweis: Man kann als Punk-Legende auch 25 Jahre nach dem Karriere-Höhepunkt weiter Platten machen, ohne groß aufzufallen.

Drei Alben veröffentlichten die britischen Punk-Pop-Väter um Pete Shelley und Steve Diggle, nachdem ihnen Anfang der Neunziger eine Livereunion ohne Selbstdemontage gelungen war. Drei Alben, die ganz in Ordnung waren, für die sich aber kaum Menschen interessierten, die nicht schon die ausgezeichneten Frühwerke der Buzzcocks ("Another Music In A Different Kitchen", "Love Bites", "A Different Kind Of Tension") im Regal hatten. Verständlich, schließlich gibt es nirgendwo weniger Nachwuchsprobleme als im Punk-Bereich, und dass jede Generation lieber ihre eigenen Bands entdeckt als die der Eltern, ist eben Tatsache. Daran wird auch der aktuelle Buzzcocks-Longplayer nichts ändern, doch ihr gemäßigter, melodiöser Punk-Sound mit ausgesprochen griffigen Hooklines ist weiterhin frei von Peinlichkeiten, und Songs wie "I'm A Jerk", "Friends" oder "Sick City Sometimes" machen durchaus Spaß. Die leicht metallische Kante in "Wake Up Call" wäre hingegen nicht nötig gewesen, und mit dem schwunglosen "Certain Move" ist auch ein Song enthalten, der tatsächlich nach dem klingt, was die Buzzcocks sind: eine alternde Punkband. Das ist allerdings nur ein Ausreißer in einem Album, das insgesamt dann doch ein bisschen zu schade ist, um lediglich den alternden Punkfans vorgeworfen zu werden.

Bewertung: 7/12

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