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0 Autor: Markus Kavka

Mudhoney - Since We`ve Become Translucent

Since We`ve Become Translucent

Mudhoney, das unerschütterliche Urgestein des Seattle-Slacker-Sounds wird vermutlich selbst Pearl Jam noch überleben. Und falls nicht, im Moment sind sie noch verdammt Alive.
Ich kann diese Zeilen nicht schreiben, ohne nostalgisch zu werden. Es war Ende 1988, Mudhoneys erstes Mini-Album war gerade erschienen, sie spielten bei den Berlin Independence Days, ein paar Monate später dann im Circus Gammelsdorf. Da hab ich sie interviewt. Es war mein erstes Interview ever. Wir sprachen über ihren Besuch in Dr. Müllers Sex Shop, darüber, dass Superman darauf achten sollte, beim Fliegen keinen Ständer zu haben, und wir sprachen über einen jungen, talentierten Mann namens Kurt Cobain, von dessen Band Nirvana "man bald viel hören" würde. So viel ist seitdem passiert, und Mudhoney sind immer noch da. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass mir das zwischendurch mal ziemlich egal war. Wie einige andere wurden auch sie Opfer des Seattle-Hypes, gingen zu einem Majorlabel und machten blöde Platten - was ja für viele Bands das Todesurteil war. Aber sie machten weiter und kehrten schließlich in den Schoß der Mutter, nämlich Sub Pop, zurück. Ihr neues Album ist so gut wie die ersten beiden - aber ohne jetzt mit der üblichen Back-to-the-roots-Kacke um die Ecke zu kommen. Klar darf man immer noch Grunge dazu sagen, zuallererst ist es aber R-O-C-K. Stooges (Yeah!), Sonics (Seattle Oldschool!), lange Haare (na ja, teilweise), dünne Beine (in Röhrenjeans!), gerissene Gitarrensaiten (viele), alkoholische Getränke (alle). Schön, dass sie immer noch da sind.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 9.0/12

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