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Superjoint - Use Once And Destroy

Use Once And Destroy

Südstaatenflagge, Rauchschwaden, Pentagramm auf dem Cover und ein ganz großer Bandname - Phil Anselmo hat ein weiteres Metalprojekt.
Gibt es besseres Balsam für die von gelegten Scheiteln, Popkultur und Emo gebeutelte Seele als eine stumpfe, unmoderne, brutale Metalplatte, die stur in eine Richtung steuert? Genau das machen Superjoint Ritual. Man greife sich einfach mal blind den Song "The Introvert" heraus: ein Hin- und Her zwischen Doom und Speed Metal, klassisch instrumentiert, verziert mit Anselmos unerreichbar asozialem Organ und somit symptomatisch für das ganze Album. Und das ist trotz seiner zum Teil etwas nervigen Flachheit in Sachen Texte und Gitarrenideen geil, weil man zu jeder Sekunde merkt, wie scheißegal allen Beteiligten die Folgen ihres Handelns waren. Einige Riffs auf "Use Once And Destroy" wurden schon tausendmal gespielt – na und? Solange man nicht den Anspruch der Originalität erhebt, darf man das. Vor allem, wenn man Phil Anselmo heißt. Superjoint Rituals Musik ist zwar nicht annähernd so anspruchsvoll, geschweige denn so aufwändig produziert wie die von Pantera, aber aufgrund seiner ehrlichen Attitüde nicht minder wirkungsvoll. Ein zeitloser Schlag in die Fresse zur Beruhigung der Nerven.

Bewertung: 9/12

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