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0 Autor: Patrick Großmann

Danko Jones - Born A Lion

Born A Lion

Wo sein Debüt die Garage als Bleibe zelebrierte, rollen die Adrenalin-Fetzer des sexsüchtigen Blues-Punk jetzt deutlich fetter produziert daher. Muss man haben.

Ein knappes Slide Guitar-Intro weist den Weg zur Mainstage, dann gibt’s kein Halten mehr. Selten macht ein Album gleich zu Beginn derart vehement den Rock’n’Roll-Sack zu wie "Born A Lion" mit der Nachhilfestunde "Play The Blues": Manisch pumpend zementieren dir Danko Jones und seine zwei satt auf den Punkt groovenden Adjutanten ein voluminöses Monster-Lick mitten in die Fresse – orgiastisch stolpernd, triefend vor schierer Spielwut. Dass sie dabei im Gegensatz zum krachigeren Erstling griffige Refrains nicht mehr per se zum Teufel jagen, dürfte das Grinsen um einiges verlängern. Vom Fragment zum Song heißt die Marschroute: "Lovercall" jagt per solidem Bass-Pfund durch eine kanadische Sommernacht, in der inzwischen gar melodiöser Gitarren-Zierat erlaubt ist, "Caramel City" ist zu heiß gebadeter Hendrix, der geradlinige Rocker "Soul On Ice" steckt tief in der Wechselstrom-Steckdose, und auf den Live-Einsatz des erdigen Kuhglocken-Burners "Papa" freuen sich meine Hüften schon jetzt. So cool kann Hysterie sein, wenn man ihr die passenden Hosen anzieht. Danko Jones hat nicht bloß einen Löwen geboren – er müsste eigentlich längst selber einer sein! "Love will hit you bad boy, but the blues will hit ya worse / If you wanna know how to play the blues, get yourself a woman!" Noch Fragen? Vielleicht Herr Spencer da hinten im Schmollwinkel?!

Leserbewertung: 10.5/12

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