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0 Autor: Alexandra Brandt

Butthole Surfers - Weird Revolution

Weird Revolution

Irgendwie traurig mitanzusehen, wenn Helden von früher verblassen. Aber da hilft nichts: Die Rückkehr der Butthole Surfers ist nicht gerade furios.
So richtig oben auf der Erfolgswelle sind sie ja nie mitgeritten, aber in den frühen Neunzigern waren sie immerhin eine für ihren obskuren Humor berüchtigte Kult-Band. Zuletzt lagen die Surfers längere Zeit auf Eis - vier Jahre dauerte der Rechtsstreit mit ihrer ehemaligen Plattenfirma, und als die Band endlich bei Hollywood gelandet war, wurde das eigentlich schon fertige Album kurzerhand noch einmal komplett neu aufgenommen. Und zwar hauptsächlich am Computer: "Weird Revolution" basiert fast komplett auf Dance-Beats, die an die Rave-Ära der Spätachtziger erinnern. In Kombination mit Gibby Haynes` Sprechgesang geht das in manchen Momenten fast in Richtung von Bands wie Consolidated, wirklich clubkompatible Songs wollen allerdings auch nicht dabei herauskommen. Gut, das Debile und die schön behämmerten Texte sind geblieben, wie beim schwer wummernden "Shit Like That", dem beschwörenden "Yentel" oder "Jet Fighter" unter Beweis gestellt wird. Desweiteren gibt es mit "Dracula From Houston" einen deppigen Popsong, der ohne weiteres im Radio laufen könnte. Im Prinzip ist "Weird Revolution" aber eine halbgare Club-Platte, die ihrem Titel nicht gerecht wird. Keine Ahnung, wie viele beinharte Butthole-Fans es noch gibt, aber auch denen dürfte aufgehen, dass Kult nicht so ohne weiteres wieder auflebt. Schade.

Bewertung: 5/12

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