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    Owls
    Owls

    VÖ: 01.01.1900 | Label: Jade Tree/Cargo
    8 / 12
    Owls - Owls

    Postrock, Indie, und das böse Wort mit E: Die Owls haben viel vor. Meistens gelingt es.
    Recycling the band: Mitte der Neunziger hießen die Owls noch Cap`n Jazz, hatten Promise Ring-Sänger Davey von Bohlen an Bord und verschrieben sich leicht art-igem Emocore. Ein Teil der Besetzung gründete später das musikalisch überaus ambitionierte Postrock-Indie-Outfit Joan Of Arc (die von manchen, zwar vereinfachend, wenn auch nicht ganz verkehrt, als `Tortoise mit Gesang` bezeichnet wurden), die vier Platten veröffentlichten und sich Anfang des Jahres auflösten. Mit den Owls geht es nun wieder zurück zum eher `herkömmlichen` Song, ohne jedoch die JOA-Taktik des groß auslotenden Grenzverkehrs über Bord zu werden. J Mascis nicht ganz unähnlich, singt Tim Kinsella schöne, emotional gehaltvolle Melodien zu seltsamen Songs mit seltsamen Themen und seltsamen Titeln, während die Band, allen voran der meistens unverzerrt agierende Gitarrist Victor Villarreall, versucht, die Songs gleichzeitig zu brechen, aber auch zu stützen. Das klingt oft nervös, aber nicht zu nervös, birgt Frickel-Strukturen, immer knapp am Jazz vorbei, ist aber in keinem Moment zu anstrengend oder – um mal die anti-intellektuelle Schimpfwortpeitsche zu schwingen – kopflastig. Bisweilen zwar etwas zu skizzig-fragil und trotz aller Mühen, anders zu sein, doch zu ähnlich im Binnensystem des Albums, ist dies hier dennoch auf jeden Fall eine dieser Payback-Platte, die die intensive Beschäftigung lohnt.

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    Two

    VÖ: 28.03.2014