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0 Autor: Christian Kruse

Thrice - The Illusion Of Safety

The Illusion Of Safety

Okay Jungs, Zopfband lösen und in Habachtstellung: Gesucht wird der beste Mattenschwinger unter den Punkrock- und Hardcorekiddies!

Thrice sind zurück mit ihrem zweiten Album und haben ihre Trademarks auf die Spitze getrieben. Wenn man viele Freunde haben will, dann sollte man musikalische Grenzen ohne Scheu niederreißen. So klappt es nicht nur bei Death By Stereo, sondern seit dem ersten Album "Identity Crisis" auch bei Thrice. Die hier beteiligten Jungspunde scheren sich einen Dreck um Szenedünkel und machen ganz eindeutig nur das, was ihnen Spaß macht und was sie in jungen Jahren inspiriert hat, die Klampfe in die Hand zu nehmen. Thrice bedienen sich zu gleichen Teilen aus den Töpfen Metal, Hardcore und Skatepunk. Damit dürften sie eine Generation von verständnisvoll nickenden Kollegen hinter sich haben, und gerade bei einem solch hohen Qualitätslevel wie auf "The Illusion Of Safety" kann man sich ein begeistertes Grinsen kaum verkneifen. Zur Erklärung: Sänger Dustin Kensrue hat eine gnadenlos aggressive Schreistimme, kann aber im nächsten Moment problemlos auf zweistimmige Harmonien der Marke Pennywise oder Lagwagon umswitchen, und tut dies auch ausgiebig. So finden sich hier eine ganze Menge kleiner und großer Hits, die abwechslungsreich genug sind, um die Formel nicht auszureizen. Dazu kommt eine Gitarren- und Schlagzeugarbeit, die ihre Vorbilder eindeutig im Speed- und Thrash-, ja sogar im guten alten Teutonen-Metal hat: Was hier an Doublebass und zweistimmiger Leadgitarre geleistet wird, würde einer Band wie Anthrax zu ihren besten Zeiten zu Ehren gereichen. Fantastisch! Der Metaller freut sich, der Punk macht sich ein Bier auf und prostet dem HC-Kid zu. So will ich das sehen.

Bewertung: 10/12
Leserbewertung: 9.8/12

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