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Dave Navarro - Trust No One

Trust No One

Dave Navarros Soloalbum bietet das, was man von einem autobiographischem Werk eines Musikers erwartet, der zwei der wichtigsten Alternative-Rockbands mitgeprägt hat.
Die Rede ist natürlich von Jane’s Addiction - die der Mann Mitte der Achtziger mit Stephen Perkins, Eric Avery und Perry Farrell gründete und die dieser Tage ihr Comeback feiern - sowie den Red Hot Chili Peppers, mit denen er das völlig unterschätzte „One Hot Minute" aufnahm. Navarro ist ein hervorragender Gitarrist, und in diesem Zusammenhang ist es nicht überraschend, dass er „Trust No One" einzig und allein auf seinem Lieblingsinstrument schrieb. Im Endprodukt tauchen zwar ab und zu ein paar Sequenzer im Hintergrund oder zur Soundbereicherung auf, wie etwa beim mitreißendem „Hungry" oder dem wirklich gelungenen Velvet Underground-Cover „Venus In Furs", Grundlage bleiben aber sechs Saiten und eine Stimme. Und singen kann der Mann mit seiner tiefen, vielleicht nicht gerade einzigartigen, aber angenehmen und nicht um Pathos bemühten Stimme. Das abschließende Akustikstück „Slow Motion Sickness" und die erste, radiofreundliche Single „Rexall" beweisen das. Die schönen, übersichtlichen Songs entgleiten übrigens des öfteren in spirituelle Sphären, wobei selbst in diesen jammigen Parts Bass und Gitarre von Navarro selbst eingespielt wurden. Unterstützung kam lediglich am Schlagzeug und für gelegentliche Keyboardeinsätze unter anderem von Ex-Soulflys Roy Mayorga und Chili-Schote Chad Smith. Alles in allem eine sympathische Platte, die gar nicht erst versucht, die beste der Welt zu sein, sondern lediglich zehn schöne Kompositionen eines Mannes beinhaltet, der mit viel Sinn für Atmosphäre, Songwriting und Arrangements einen Einblick in seine Sicht der Dinge gibt. Außerdem, und das sollte man hier in jedem Fall noch einmal lobend erwähnen, ist Dave Navarro einer der wenigen, die es geschafft haben, Velvet Underground würdig zu covern. Danke dafür.

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