Zur mobilen Seite wechseln
0

Stone Temple Pilots - Shangri-La Dee Da

Shangri-La Dee Da

„Wieviel besser könnten die unter normalen Umständen noch sein?" fragte Alexandra Brandt in ihrer Rezension zum letzten Stone Temple Pilots-Album „No. 4". Die Antwort lautet: Besser geht nicht, aber sie sind immer noch verdammt gut.

Die Pilots haben überlebt. Scott Weiland ist frei, clean und auch noch erstaunlich stabil - das erste Mal seit langer Zeit. Eine Platte zusammen, ohne Zeitdruck und Probleme hat diese Band das letzte Mal mit „Purple" aufgenommen. „Shangri-La Dee Da" ist somit verständlicherweise ein sehr harmonisches Album geworden. Man spürt, dass hier im Gegensatz zum Vorgänger in mehr als nur eine Richtung pro Song gearbeitet wird, was die Musik vielschichtiger macht. Das Defizit gegenüber „No. 4" dürfte somit auch klar sein: Die Kompromisslosigkeit und Dramatik fehlt, die debile Grundstimmung und die Angst des Hörers um das lyrische Ich. Songs wie das endgültige „Atlanta" oder das brutale „Heaven & Hotrods" kann es eben nur einmal geben. Grund zur Trauer gibt es aber keinesfalls. Schon mit dem knochentrockenen, rohen Opener „Dumb Love" und dem folgenden Popsong „Days Of The Week" präsentiert das Quartett seine beiden großen Stärken: STP kommen immer noch ohne Umwege auf den Punkt und haben mit Weiland einen Sänger, der wirklich immer die richtige Melodie parat hat. Es gibt noch andere Höhepunkte: das heavy-groovende „Coma" zum Beispiel, das mit seinem Seventies-Flair an „Tiny Music" erinnernde „Hollywood Bitch" sowie die wunderschöne Ballade „Hello It’s Late". „Shangri-La Dee Da" ist eine lebensbejahende Platte, die Anfangs zwar verhältnismäßig unspektakulär wirkt, von der aber jeder Song hörenswert ist. Daumen hoch für eine der besten Rockbands, die es momentan gibt. Auf die nächsten fünf Alben!

Leserbewertung: 9.0/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.