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Dashboard Confessional - The Places You Have Come To Fear The Most

The Places You Have Come To Fear The Most

Emo goes unplugged. Schöne, herzergreifende Songs, die leider nur etwas zu unspektakulär interpretiert werden.

„So this is odd, the painful realization that all has gone wrong. And nobody cares at all. So you buried all your lover’s clothes and burned the letters lovers wrote, but it dosn’t make it any better.“ Erster Song, erste Zeilen, alles klar. Man drückt sich oft, diesmal ist es aber angebracht; ja, man hat sogar fast das Gefühl, dass Chris Carrabba förmlich darum bettelt, mit den ekligsten drei Buchstaben seit BAP beworfen zu werden. Okay, kann er haben: Das hier ist Emo! Und zwar volle Kanone, zumindest was die Funktion angeht. Der große Unterschied liegt in der Form, denn Dashboard Confessional lassen die scharfen Gitarren und Verzerrer durchweg in der Besenkammer. Das wirkt leider auf Albumlänge (die mit knapp 30 Minuten nun nicht gerade üppig ist) etwas kraftlos und klingt manchmal bedenklich nach ‘unplugged’, sprich nach Songs, die eigentlich mal laut gedacht waren, nun aber ihre stromlose Entsprechung finden müssen. Vielleicht war das Texteschreiben mit all seinem Leiden und Vergangenenzeitenhinterhertrauern für Carrabba zu anstrengend, um noch mehr als Twenage Angst ohne Drive zu fabrizieren. Im Rahmen von „Clarity“, „Left And Leaving“ und „Something To Write Home About“, den aktuellen Genre-Evangelien, hätte nahezu jeder der hier vertretenen, durchweg schönen Songs als Kontrapunkt wohl wunderbar funktioniert. Als ganzes Album ist es leider etwas zu viel des Bluten.

Bewertung: 6/12

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