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0 Autor: Oliver Kube

Mustard Seeds - Red

Red

Melodischer Spät-Grunge von Studiocracks aus der Los-Angeles-Muckerszene. Das kann doch nicht gut gehen, oder? Doch...


George Bernhardt, Greg Bissonette, Douglas Bossi und Jorge Palacios haben schon für jeden die Instrumente ausgepackt, der die nicht zu knapp geforderten Scheinchen aus der Tasche ziehen wollte und konnte: Sei es für Joe Satriani, Steve Vai, Ex-Van-Halen-Sänger David Lee Roth oder auch Beatle-Sprößling Julian Lennon - die vier Herren mittleren Alters können alles spielen. Vom Blatt und ohne jegliche Übungsdurchläufe, aber vor allem ohne Fehler und das im Schlaf. Was passiert aber, wenn diese Musiker nur so für sich und zum Spaß spielen? Sie nehmen mittlerweile ihre zweite Platte auf, voller kraftvoller Songs, die Nirvana- und Beatles-Inspirationen zu gleichen Teilen mischen, die etwas nach King’s X klingen und dennoch viel mainstreamiger sind, ohne allerdings kalkuliert und nach Bubblegum zu klingen. Schön und dennoch stilvoll sind die ruhigeren Nummern wie „Dying“ und das gigantische „Coming Up Roses“. Aber das Quartett kann auch Fünfe gerade sein lassen und sehr druckvoll und glaubwürdig drauflos rocken. „Red“ bringt nichts Neues und hat auch keinen Spontanitätspreis verdient, ein gutes und durchaus hörenswertes Album ist es aber allemal.

Bewertung: 8/12

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