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0 Autor: Miriam Gödde

King Tuff - Smalltown Stardust

Smalltown Stardust

"Warm earth music for plants and the people who love them" – der Untertitel von Elektronik-Pionier Mort Garsons Album "Plantasia" könnte genauso gut die sanfte Klangwelt von King Tuffs "Smalltown Stardust" beschreiben.

Als wollte er das unterstreichen, lässt Kyle Thomas im Opener "Love Letters To Plants" einen Moog im Garson-Stil wabern. Eine Facette von vielen im komplexen Soundgewebe der neuen Songs, die er diesmal mit Sasami erdacht und co-produziert hat. Das kluge Songwriting ihres aktuellen Soloalbums "Squeeze" trifft auf die ruhige Leichtigkeit von Thomas' Musik, die er mit dem Vorgänger "The Other" für sich entdeckt hat. "Smalltown Stardust" ist ein Liebesbrief an seine Heimatstadt in Vermont und ihre eigensinnige Atmosphäre und Natur. Auf "Portrait Of God" schreibt er der Flora und Fauna sogar eine spirituelle Bedeutung zu, während er mit knarzendem Gitarrenton und dynamischem Schlagzeugspiel den Glamrock-Sound von T. Rex heraufbeschwört. Die Produktion von "How I Love" klingt ähnlich warm, umso mehr verstärkt durch Sasamis Harmoniegesang mit Weyes-Blood-ähnlicher Wehmut. "Tell Me" schwankt dagegen in Richtung des Upbeat-Folkpop von Fleetwood Mac. Eine Neuerung für King Tuff sind die vielen Baroque-Pop-Momente der Platte, ebenso klassisch gespielte Streicher wie experimentelle Bläser, die auf "Always Find Me" besonders schön zur Geltung kommen. Und dann sind da sind noch die zahlreichen Rhythmuswechsel und subtilen Sound-Wirbel, die zwischen den Soundschichten liegen.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 7.0/12

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