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0 Autor: Vivien Stellmach

Dead Tired - Satan Will Follow You Home

Satan Will Follow You Home

Erst Alexisonfire, dann Dead Tired: 14 Tage nach der Veröffentlichung von "Otherness" drischt Frontmann George Pettit mit seinem Hardcore-Projekt auf die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik ein.

Und zwar ohne mit der Wimper zu zucken: Im Opener "Predatory Loans" lässt der Sänger seiner unbändigen Wut und Aggression freien Lauf, um mit Geschäftemachern abzurechnen, die Leute mit hochverzinsten Krediten in die Pleite treiben. "Show Me A Sign" prescht ähnlich brutal vorwärts und mündet gegen Ende in ein furiosmelodisches Gitarrenriff. Der anschließende Titelsong schaltet zwar einen Gang runter, schleppt sich aber ähnlich bösartig durch tonnenschwere Soundsümpfe. "Satan Will Follow You Home" ist ein erdrückendes und halsbrecherisches Album, auf dem Dead Tired, die neben Pettit noch aus den beiden Gitarristen Franz Stefanik und Marco Bressette, Bassist Nick Ball und Schlagzeuger Theo McKibbon bestehen, oft und gerne in Raserei verfallen. Im reinen Hardcore-Gewand gönnt sich Pettit kaum eine Pause – dagegen ist der furiose Post-Hardcore von Alexisonfire ein Picknick. Er keift und spuckt wie in "Tyrants Palace", "Domestic" und "TV Tears" gegen angriffslustige Gitarren und Basslinien an, aus denen vor allem Wut spricht. Dass das Album dabei kaum anstrengt, ist der Dynamik geschuldet: "Aging Out" bringt zum Ende einen schnellen Punk-Einschlag mit und der letzte Song "Stars Burn Out" wagt sich sogar in den Wüstenrock: Die Riffs lassen beinahe an Kadavar denken.

Bewertung: 8/12

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