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0 Autor: Matthias Möde

Nyos - Celebration

Celebration

Auf seinem fünften Album lässt das Duo aus Finnland seinen verschachtelten Mathrock größtenteils lebendig und gut gelaunt klingen.

Das hat ausnahmsweise wenig mit der Pandemie zu tun: Die meisten "Celebration"-Songs entstanden vor Corona und sollen nun auch die gut gelaunten Prä-Lockdown-Zeit widerspiegeln. So oder so ist es Tuomas Kainulainen, der mit seinem grandiosen, manchmal schwer nachvollziehbaren Schlagzeugspiel vorweg geht. Besonders deutlich wird das in den beiden improvisierten, live eingespielten "Cloudberry" und "First Take". Letzterer eröffnet das Album mit schnellem, Haken schlagendem Schlagzeug, zu dem Gitarrist Tom Brooke, der 2012 von Leeds nach Finnland zog, zu Beginn eine langsame, zurückhaltend hallende Melodie spielt, die mit der Zeit aber lauter und verzerrter wird. Das Grundprinzip des Duos ist damit erklärt, die Variationen schillern allerdings so bunt und vielfältig wie das Cover. Brooke schichtet Loops und Effekte, spielt sich langsam wandelnde Melodien oder noisige Breaks. Kainulainen wechselt unregelmäßig zwischen fast tanzbaren Grooves und verschachtelter Rhythmik. So ist der Sound auf "Celebration" kompliziert und spaßig zugleich. Das eingängige monotone Gitarrenriff in "Tucano" erinnert an Battles, das hyperaktive Light an den Party-Post-Rock von And So I Watch You From Afar. Nyos liegen irgendwo dazwischen, sind nicht ganz so abgedreht, aber doch mit allen Möglichkeiten ausgestattet, auch wenn sie manchmal aus zu vielen schöpfen

Bewertung: 8/12

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