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0 Autor: Martin Iordanidis

Pantera - The Great Southern Trendkill

The Great Southern Trendkill

Der Albumtitel deutet es bereits an: Phil Anselmo und seine Gauchos verschränken die geinkten Arme vor allem, was für sie nach Fake stinkt. Sie selbst sind nämlich das geworden, was man solide nennen könnte. Der Mut zum Experiment in "Floods" setzt bei den schießwütigen Texanern ein Selbstbewußtsein voraus, das in dieser Abgeklärtheit noch nicht da war - und wer hätte den Hackepetern nach ihrer kürzlichen Absage an die Musikalität noch ein Rührstück wie "Suicide Note, Pt. I." zugetraut? Das alles ist jedoch nur eine Seite von Pantera 1996 - die andere nähert sich verdächtig dem Ultra-Extremecore. Wie Anselmo seine satanischen Verse mit derart viel Saft rüberbringt, bleibt angesichts seiner schwachen Live-Lunge offen. Tatsache ist: Dieses Album raucht. Endlich wieder Arrangements, die über ein halbes Riff plus Noise hinausgehen, tief psychedelische Alpträume für alle, die die Vibes von "Planet Caravan" mal in einem Original-Pantera-Song spüren wollten. Da hat jemand ganz kräftig Bilanz aus vier Alben gezogen und die Heavy Metal-Sahne abgeschöpft. Fucking Höllenmusik, Alter.

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