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0 Autor: Johannes Creutzer

A Place To Bury Strangers - See Through You

See Through You

Wie viele Verzerrungseffekte kann man einsetzen und trotzdem noch eingängige Melodien produzieren?

Anscheinend unendlich viele, zumindest wenn man wie Oliver Ackermann, Sänger und Gitarrist von A Place To Bury Strangers (APTBS), seine eigene Firma für Effektpedale hat. Es ist nicht abschließend zu klären, ob das eine etwas mit dem anderen zu tun hat, aber der Verdacht liegt nahe. Auf "See Through You", dem sechsten Album von APTBS, scheint die Band die Grenzen des Effekteinsatzes nicht nur austesten zu wollen. Nein, sie wollen sie durchdringen, verschieben oder gleich ganz auflösen. Und nicht nur die, denn Genregrenzen überwinden sie gleich dazu. Für Noiserock oder Shoegaze ist das Album eigentlich viel zu - und das ist in diesem Fall nicht abwertend gemeint - poppig, aber für Pop ist es wiederum zu punkig. Ein Grund dafür könnte sein, dass Ackermann sich zwei neue Kolleg*innen gesucht hat: John Fedowitz, der vor einigen Jahren schon einmal an den Drums ausgeholfen hat, spielt den Bass und Sandra Fedowitz übernimmt das Schlagzeug, beide sind auch bei Ceremony East Coast aktiv. Die 13 Songs sind allesamt für sich genommen jeweils eingängig, aber ein kleines Manko hat die Platte: Die Brüche zwischen den Stücken sind überraschend hart. Dadurch kann man sich nicht in "See Through You" verlieren, sondern wird regelmäßig vom Ende eines und dem Beginn eines anderen Songs geschockt. Sei's drum: APTBS legen mit dieser Platte trotzdem Beeindruckendes vor.

Bewertung: 9/12

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