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1 Autor: Alana Vandekerkhof

Genghis Tron - Dream Weapon

Dream Weapon

Nach 13 Jahren Pause feiern die Prog-Metaller Genghis Tron mit Dream Weapon ihr Comeback – eine lange Zeit, die im Sound der Band Spuren hinterlassen hat.

Das liegt zum einen daran, dass Genghis Tron jetzt in verändertem Line-up auftreten: Sänger Mookie Singerman wurde durch Tony Wolski von The Armed ersetzt und mit Nick Yacyshyn (Sumac, Baptists) hat die Band nun erstmals einen Schlagzeuger mit an Bord. Auch klanglich hat sich über die Jahre hinweg eine gewisse Experimentierfreude entwickelt, die Genghis Trons drittes Album "Dream Weapon" deutlich von seinen Vorgängern unterscheidet. Das Sound-Chaos, das noch auf "Board Up The House" regierte, weicht in Stücken wie "Pyrocene" rhythmischen und instrumentalen Wiederholungen, die je nach Intensitätsstufe in verschiedene Klangweiten abschweifen. Zwar zeigt der Titelsong, dass Genghis Tron einen Teil ihrer Aggressivität beibehalten haben, aber auch hier driften sie in psychedelische Sphären ab, wenn der Gesang geisterhaft über dem Instrumental darunter schwebt. "Alone In The Heart Of The Light" nimmt sich hingegen genug Raum, diese Stimmverschiebungen mit einer Konstruktion aus Elektronik-Sprenkeln und Störgeräuschen zu umrahmen. Im folgenden "Ritual Circle" fällt das Quartett dann auf über zehn Minuten Länge in eine Trance, die sich vom Kontrollverlust zu einer immer wieder neu beginnenden Klangschleife entwickelt – eine Symbiose aus Hypnotik und Brutalität, mit der Genghis Tron ihren Sound neu definieren.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 11.0/12

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Kommentare (1)

Avatar von siegfried klein siegfried klein 26.03.2021 | 19:05

Genau mein Sound !

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