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0 Autor: Carsten Sandkämper

Cult Of Luna - The Raging River

The Raging River
  • VÖ: 05.02.2021
  • Label: Season Of Mist/Soulfood
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 335

Mit der EP in Albumlänge haben Cult Of Luna ein Post Scriptum zu A Dawn To Fear geschrieben, das sich der geneigte Hörer am besten in Form einer von acht erhältlichen Farben auf Vinyl ins Regal stellt.

Musikalisch möchte Johannes Persson "The Raging River" als Brücke in die Zukunft verstanden wissen. Konzeptionelle Gedanken sind wir inzwischen von den Schweden gewohnt, dass diese immer notwendig sind, darf bezweifelt werden. Nicht zuletzt, weil sich in diesem Fall das Gefühl aufdrängt, hier würde Resteverwertung schöngeredet. Zwar ist es erfreulich, dass "The Raging River" als programmiertes Collecters Item auf dem bandeigenen Label erscheint – in so extravaganten Farbkreationen wie "Black and Beer", "Galaxy Kelly Green" oder "Milky Clear with Black Speckles". Trotzdem wird der musikalische Kosmos der Band nicht weiter erkundet, vielmehr tritt das Kollektiv kunstvoll auf der Stelle. Der vehemente "Opener Three Bridges" hätte mit seiner klaren Struktur und rhythmischen Präzision gut in das Gefüge von "Mariner" gepasst. Das dynamisch Höhen und Tiefen durchschreitende "I Remember" ist ein Song, der nicht mehr auf A Dawn To Fear passte, und das 12-minütige Monstrum "Wave After Wave" zieht eine schließende Klammer um Vertikal. Für eine Kuriosität in der EP-Mitte sorgt "Inside A Dream", dem Mark Lanegan seine Stimme leiht. Die zerbrechliche Ballade verschwindet so schnell wie sie kam, introspektiv und kryptisch – eine Verschnaufpause in all dem ungeschliffenen Radau.

Bewertung: 7/12

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