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0 Autor: Ingo Scheel

The Jaded Hearts Club - You've Always Been Here

You've Always Been Here

Für die Supergroup mit Mitgliedern von Muse, Blur, Jet, Zutons und Last Shadow Puppets schließt sich ein Kreis.

Vor drei Jahren aus einer Schnapsidee heraus geboren, spielte The Jaded Hearts Club erst auf einer privaten Geburtstagsfeier in Los Angeles, dann auf Stella McCartneys Modenschau, with a little help from Paul, außerdem beim SXSW. Jetzt sollte es eigentlich auf Tour gehen, doch das Corona-Virus macht einen Strich durch die Rechnung. Auf den Frust folgt der Trotz, die Herren Nic Cester, Miles Kane, Graham Coxon, Jamie Davis, Matt Bellamy und Sean Payne entschließen sich, ein Album aufzunehmen. Ein Mitschnitt der Four Tops bringt Bellamy und Davis auf die entscheidende Idee: Northern Soul soll das Grundthema sein, mit Fokus auf fast vergessene Klassiker. Die Produktion bollert perfekt zwischen Glam und Garage, der Gesang von Kane und Cester ist mit juvenilem Rotz und Schmacht ausgestattet, die Arrangements bis ins Detail ausformuliert, ohne dabei in Muse-Größenwahn zu verfallen. Nun sind Songs wie eben "Reach Out I'll Be There", "Have Love Will Travel", "I Put Spell On A You" oder "Money" nicht eben tiefschürfend, aber die Grundstimmung dieses Albums, die Euphorie, mit der die Band sich des Materials annimmt, ist dermaßen ansteckend, der Vibe in diesen Songs so urwüchsig, dass man schon beim ersten Hören die Waffen streckt, man tatsächlich mit Haut und Haaren zu einer Coverband konvertiert. Grandios!

Bewertung: 9/12

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