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Graham Coxon - The Golden D

The Golden D

Durchgedreht oder smart? Blur-Gitarrist Coxon orientiert sich auf seinem zweiten Solo-Album an punkigen Einflüssen.

Es muss in letzten Zeit recht langweilig gewesen sein, bei Blur zu spielen. Angeblich will man fortan keine alten Stücke mehr live präsentieren, Damon Albarn konzentriert sich als Solo-Songwriter auf Filmmusik und Graham Coxon macht ein Album, das hauptsächlich von Punk und Noise inspiriert ist. Seit "The Sky Is Too High", seinem ersten Soloversuch und "Coffee & TV", der von ihm geschriebenen und gesungenen Blur-Single vom letzten Album, ist der bebrillte Gitarrist zusehends ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Nun überrascht er erneut, denn auf "The Golden D" gibt es außer "Keep Hope Alive" keine knuffigen kleinen Songs, sondern schwere, verzerrte Kracher, mit "Satan I Gratan" eine elektronische, ziemlich enervierende Lärmattacke, und eine merkwürdig jazzige Dudelei namens "Oochy Woochy". Außerdem covert er mit "Fame + Fortune" und "That's When I Reach For My Revolver" gleich zwei Mal Mission Of Burma, und bewegt sich dabei nahe am Original. Das Ganze zu bewerten ist schwierig: Was für Graham Coxon wahrscheinlich einmal mehr einen Befreiuungsschlag darstellt, wirkt auf den Hörer allemal verstörend, teilweise vielleicht sogar unerträglich. Und ob "The Golden D" von Punk-Kreisen angenommen wird, darf ebenfalls bezweifelt werden. Coxon scheint's egal zu sein - und hinterlässt damit immerhin einen smarten Eindruck.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 9.0/12

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