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1 Autor: Jonathan Schütz

Cro-Mags - In The Beginning

In The Beginning
  • VÖ: 19.06.2020
  • Label: Arising Empire/Warner
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 328

Auf ihrem ersten Album seit 20 Jahren verflechten Cro-Mags weiterhin New York Hardcore mit Thrash Metal.

Das ist natürlich nichts Neues im Bandkosmos der Hardcore-Ikonen, schließlich entfernte sich schon das zweite Album "Best Wishes" vom rasenden Stil des Debüts "The Age Of Quarrel". Erwähnenswert ist es aber, weil "In The Beginning" das zweite Debüt für die Band darstellt. Voraus ging dem Album ein Rechtsstreit, an dessen Ende Bandkopf Harley Flanagan sich die alleinigen Rechte am Bandnamen sichern konnte. Sein neues Selbstbewusstsein ist zu jeder Sekunde auf dem sechsten Album seiner Band spürbar: Die Spielfreude des Quartetts ist immens und die Texte Flanagans verdeutlichen, dass er mit allen dunklen Passagen aus seinem Leben abgeschlossen hat und beinhalten das, was Titel wie "Don’t Give In" und "No Turning Back" vermuten lassen: Therapiestunde beim Hardcore-Seelenklempner. Das ist größtenteils simpel, aber präzise, teilweise kommen aber auch billige Kalendersprüche wie "No one's coming/ You've got to do it yourself" dabei heraus. Dass dieses Spätwerk der Altherren-Rasselbande nicht zu einem selbstverliebten Ausflug verkommt, verdankt es der musikalischen Härte, die sich durch alle 13 Songs mit unterschiedlich hohem Ausschlag zieht. Die an mehreren Stellen auf dem Album eingebetteten New Yorker Straßengeräusche verdeutlichen zudem die Herkunft der Cro-Mags: ein gelungenes Comeback-Album, von der Straße für die Straße.

Bewertung: 7/12

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Kommentare (1)

Avatar von SAMIAM SAMIAM 19.06.2020 | 19:12

„...abgeschlossen hat und ...“
Ach tatsächlich? Ich zweifel‘ das jetzt einfach mal an! In der aktuellen Fuze-Ausgabe ist z. B. ein offizielles Presse-Livephoto abgebildet auf dem Flanagan eine tätowierte „18“ auf dem rechten Schultergelenk zur Schau stellt.
Ich frage mich, warum dieser Typ nun wieder überall kritiklos abgefeiert wird.

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