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0 Autor: Christian Wiensgol

Alkaline Trio - E.P.

E.P.

Eigentlich wollte das Alkaline Trio seine neue EP heimlich mit auf Tour nehmen. Nun gibt es die drei hörenswerten Songs für zu Hause.

Eine einmonatige Reise quer durch die USA mit Bad Religion, im Gepäck ein paar neue Songs – so war der Plan für den Frühling. Wenige Tage nach der Tourabsage stellen Matt Skiba, Dan Andriano und Derek Grant ihre neuen Songs, die bis dahin nicht mal offiziell angekündigt waren, spontan online. Ob als Trost für die Fans in Nordamerika oder Ablenkung für alle anderen: Die "E.P." wirkt. Gerade die ersten beiden Songs orientieren sich in ihrer Zusammensetzung am rundum gelungenen, neunten Album "Is This Thing Cursed?" von 2018. Das Alkaline Trio ist die Sorte Punkband, die ihren Stil längst gefunden und über die Jahre dezent erweitert hat und nun auf die bekannten Zutaten zurückgreifen kann. Matt Skibas eröffnendes "Minds Like Minefields" scheint dabei ein möglichst weites Spektrum abdecken zu wollen: Der Start mit Drumrolls und viel Hall klingt nach Crimson, bis die Band das Tempo plötzlich so sehr anzieht wie seit Jahren nicht mehr, und damit zwangsläufig in ihren legendären Anfangstagen um die Jahrtausendwende landet. Was fehlt noch im AK3-Kosmos? Natürlich Dan Andriano, dessen herausragende Stimme den dynamischen Power-Pop von "Radio Violence" und den Lagerfeuer-Punk von "Smokestack" veredelt. Das sich vor The Cure verneigende Cover-Artwork rundet die E.P., die es auch als 7-Inch geben wird (allerdings ohne "Smokestack"), gelungen ab.

Bewertung: 8/12

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