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0 Autor: Matthias Möde

Collapse Under The Empire - Everything We Will Leave Beyond Us

Everything We Will Leave Beyond Us
  • VÖ: 20.11.2020
  • Label: Finaltune/Broken Silence
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 333

Collapse Under The Empire beweisen erneut die professionelle Klasse ihres instrumentalen Synthesizer-Post-Rocks, der manchmal zu professionell und perfekt klingt.

Seit ihrer Gründung 2008 haben Collapse Under The Empire fast jedes Jahr ein Album oder eine EP veröffentlicht, oft auch beides. Ihr neues, achtes Album wäre eigentlich ein halbes Jahr eher erschienen, wäre da nicht Ihr-wisstschon dazwischengekommen. Über die Jahre und Alben haben Chis Burda und Martin Grimm ihre Songs und ihren Sound perfektioniert. Der zeichnet sich durch fein austarierte Synthesizer-Flächen, Klaviermelodien, Beats oder Schlagzeug und Gitarren aus, spielt im Zwielicht, kommt aber nie so richtig aus sich heraus oder bricht aus. 2020 klingt sie zumindest stellenweise lauter als auf dem Vorgänger "The Fallen Ones" (2017), unter anderem im Titelsong, der bereits Teil der limitierten, Anfang 2020 erschienenen Vinyl-Compilation "The End Of Something" war. So richtig sticht aber keiner der acht neuen Songs hervor, die sich um Konflikte und Krisen drehen. "Seven", das dritte Stück, fällt aufgrund seiner Kürze von knapp dreieinhalb Minuten und seiner melodiösen Synthie-Melodie noch am meisten auf. "Destruction" eröffnet mit furiosen Editors-Gitarren, rutscht aber schnell in die Gleich- und Mittelmäßigkeit ab – und das nicht nur, weil niemand singt (wie Tom Smith). So bleibt es qualitativ hochwertiger Post-Rock, der etwas mehr Biss haben oder einfach etwas unperfekter sein könnte.

Bewertung: 7/12

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